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Samstag
Apr282012

18 Lebensmittel online einkaufen

von Thomas Lang

Nach Grossbritannien ist die Schweiz führend im Onlineverkauf von Lebensmitteln. Im Jahr 2011 wurden für knapp CHF 237 Mio. Frischwaren bestellt, was einer täglichen Menge von über 320 Tonnen entspricht. Coop und Migros teilen sich auch online den Schweizer Markt auf.

Familienfrau , 30- bis 50-jährig, berufstätig: Diese Beschreibung trifft laut coop@home auf die typische Onlineeinkäuferin von Lebensmitteln zu. Die weibliche Kundschaft macht denn auch einen Anteil von 56% aus; 38% sind männlich, knapp 6% der Online-Lebensmitteleinkäufe werden von Firmen getätigt. Die Onlineableger der beiden Grossverteiler kennen ihre Kundschaft sehr genau. Sie erwirtschaften knapp 90% ihres Umsatzes mit Stammkunden, die ein- bis zweimal im Monat online einkaufen. Der Umfang der Einkäufe ist sehr ähnlich – der durchschnittliche Warenkorb kostet bei beiden Anbietern knapp CHF 240. So werden jährlich Lebensmittel im Gesamtwert von nahezu CHF 237 Mio. bei Migros und Coop online eingekauft.

Grosse Gemeinsamkeiten – klare Marktaufteilung

Die Migros-Tochter LeShop beansprucht einen Marktanteil von gut zwei Dritteln und verzeichnete 2011 einen Umsatz von CHF 150 Mio., was einen leichten Rückgang von 0.7% gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Als Grund gab leshop.ch die Euroschwäche, den Preisdruck und die allgemein getrübte Konsumentenstimmung an. Coop erzielte mit coop@home einen Umsatz von ca. CHF 87 Mio. und steigerte sich damit um ungefähr 13% gegenüber 2010. Beide Player führen derzeit ein Onlinesortiment von gut 12‘000 Produkten.1 Einen nicht unwesentlichen Anteil am Umsatz machen alkoholische Getränke aus, insebesondere Weine. Auch bei der Migros-Tochter LeShop stehen Alkoholika im virtuellen Regal, obwohl Gottlieb Duttweiler wenig Freude daran haben dürfte. Im August 2011 erfolgte der Ausbau mit über 70 weiteren Denner-Topseller-Weinen, die das LeShop Wein- und Champagnersortiment ergänzen. Noch vor einigen Jahren schien es unmöglich, Lebensmittel über den Onlineladentisch zu verkaufen. In der Zwischenzeit sind bei LeShop 74% der verkauften Waren Frischprodukte. Unter den rund 3‘000 täglichen Bestellungen belegen Bananen einen absoluten Spitzenplatz, gefolgt von Gemüse und verschiedenen Milchprodukten2.

Alkoholische Getränke sind bei Coop ein wichtiger Teil des Onlinesortiments.

Die Max Havelaar-Banane ist das meistverkaufte Produkt bei der Migros-Tochter LeShop.

Unterscheidungsmerkmal Logistik

LeShop beauftragt für die letzte Meile beim Versand der Lebensmittel den Expressdienst von PostLogistics. Coop betreibt einen eigenen Lieferdienst mit einer Flotte von mehreren Dutzend Lieferwagen. Damit können 60% aller Schweizer Haushalte, vornehmlich in den grossen Agglomerationen, erreicht werden. Der Zeitpunkt der Lieferung kann vom Kunden bestimmt werden und erfolgt nach Angaben von Coop auf die halbe Stunde genau. Durch die eigene Logistik werden Bestellungen, die bis 14.30 Uhr beispielsweise in Zürich eingehen, noch gleichentags geliefert. Wo der eigene Lieferdienst nicht eingesetzt werden kann, beansprucht auch Coop die Dienste der Schweizer Post.

Die deutschen Billigdiscounter hinken online hinterher

Seit dem Markteintritt von Aldi und Lidl hat sich der Schweizer Detailhandel deutlich verändert. Die beiden deutschen Harddiscounter haben sich in der Schweiz gut etabliert und betreiben bereits zahlreiche Standorte – nur für den Onlineverkauf ist weder ein griffiges Konzept vorhanden noch angekündigt. Es existieren lediglich Einkaufshilfen für iOS- und Android-Geräte sowie Widgets für den PC. Dabei handelt es sich allerdings um ein generelles deutsches Logistikproblem. Erst seit kurzem testet der zweitgrösste deutsche Lebensmittelhändler Rewe einen Drive-in-Service an sechs deutschen Standorten, ähnlich wie er auch von coop@home in der Schweiz ausprobiert wird. Die Tests verliefen in den Ballungsgebieten sehr positiv, und neue Standorte werden geprüft. Die „Welt“ sieht den Grund dafür, dass Aldi noch nicht in den Onlinevertrieb eingestiegen ist, im Umstand, dass dann die Gebietsaufteilung zwischen Aldi Nord und Aldi Süd nicht mehr funktionieren würde. Die beiden Aldi-Flügel würden offenbar immer noch um ein Onlinekonzept ringen.3

Die Schweizer ist international top

Nach Grossbritannien gilt die Schweiz als am weitesten entwickelter Online-Lebensmittelmarkt der Welt. Pro Kopf wurden hierzulande im Jahr 2010 EUR 20 für Lebensmittel online ausgegeben, in Grossbritannien  EUR 54. Im weiteren Ländervergleich nehmen die Pro-Kopf-Ausgaben rapide ab: Niederlande EUR 7, Spanien und Frankreich EUR 5 und USA EUR 2. In Grossbritannien machen Tesco, Ocada, Sainsbury’s und ASDA 2.2% des Onlinedetailhandels aus. Vor allem das Konzept der grössten britischen Handelskette Tesco stellt ein Messlatte für die beiden Schweizer Player dar. Tesco macht alleine mit Lebensmitteln einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro und hält damit einen Marktanteil von über 25%. Der britische Handelsriese versteht es wie kaum ein zweiter, das Onlinebusiness mit dem stationären Geschäft zu verbinden und damit Synergien zu schaffen. So können beispielsweise online bestellte Waren im Tesco-Geschäft nach Wahl abgeholt werden, z.B. auf dem Nachhauseweg. In den Verkaufsläden stehen zudem spezielle Internet-Terminals zur Verfügung, die zum Onlineeinkauf animieren.

Medikamente - das nächste grosse Onlinegeschäft?

plus.de, einer der deutschen Onlinediscounter, vertreibt seit 2009 in Zusammenarbeit mit der Versandapotheke Zur Rose (www.zurrose.de) auch Medikamente online. Zur Rose ist auch in der Schweiz tätig (www.zurrose.ch) und nimmt hier eine Pionierrolle im Medikamentenversand ein. Das Ergebnis der Versuchsphase von plus.de hat nach Angaben des Unternehmens sämtliche Erwartungen übertroffen. Gut möglich, dass die beiden Schweizer Grossverteiler demnächst ebenfalls Medikamente im Sortiment führen werden.

M-Commerce wächst stark

Der Anteil von Bestellungen über mobile Devices wächst stark. LeShop wie auch coop@home profitieren von der grossen Nutzung der iPhone- und Android-Apps, befriedigen damit aber auch ein grosses Kundenbedürfnis, nämlich jederzeit und sofort den Wocheneinkauf zu planen und zu bestellen. Bereits erfolgen bei LeShop 11% der Bestellungen über den mobilen Kanal, 2010 waren es erst 5%4. Der M-Commerce entwickelt sich deutlich schneller als der E-Commerce via stationäre Systeme.

   

1 http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/LeShopch-Bestellungen-mit-mobilen-Geraeten-haben-sich-verdoppelt/story/24388462

2 http://info.leshop.ch/php/BusinessLeShop.php?LeShopMenuId=13&lge=de

3 http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article3207683/Warum-Aldi-keinen-Online-Shop-eroeffnet.html

4 http://info.leshop.ch/php/BusinessLeShop.php?LeShopMenuId=274&lge=de

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