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Freitag
Apr272012

17 Wenn auch das Christkind die Geschenke online bestellt

von Thomas Lang

Nicht nur im stationären Handel hat das Weihnachtsgeschäft einen bedeutenden Anteil am Jahresumsatz, Weihnachten hat sich auch zum elementaren E-Commerce-Treiber entwickelt. Eine kleine Anleitung, wie man sich für die Bescherung online vorbereitet.

Die angespannte Wirtschaftslage scheint die Schenkfreude von Herrn und Frau Schweizer kaum zu beeinträchtigen. Am spendabelsten zeigen sich ältere Singles und kinderlose Paare; Männer schenken tendenziell weniger, geben aber pro Geschenk mehr aus als Frauen. Diese legen sechs bis sieben Präsente unter den Weihnachtsbaum, die Männer nur etwa fünf. Das Internet wird für den Geschenkeinkauf immer beliebter. Gechenke sind ein Musterverkaufszweig des E-Commerce. Anders als bei Onlinehändlern mit einem ähnlich breiten Sortiment steht bei den Geschenkportalen alleinig das Schenken im Vordergrund. Sortiment, Entscheidungshilfen und Prozesse sind explizit darauf ausgerichtet. geschenkidee.ch, führende Schweizer Geschenkplattform und Mitglied des E-Commerce Leader Panel Schweiz, hat von Beginn an auf die Karte Schenken gesetzt und mittlerweile zahlreiche Nachahmer gefunden. Neben eigentlichen “breiten” Geschenkplattformen wie geschenkomat.ch, geschenkenews.ch, geschenkparadies.ch oder present-tipp.ch haben sich auch vermehrt spezialisierte Themenplattformen etabliert. Wein und Gourmetartikel sind bei giveawine.ch zu finden, Gadgets bei futuretrends.ch und Blumen natürlich auch online bei fleurop.ch.

Sortimentskategorien je nach Zielgruppe

Die Umsetzung der jeweiligen Onlineplattform-Lösungen ist sehr unterschiedlich. Fast allen gemeinsam ist, dass die Präsente kategorisiert werden, was jedoch auf jeder Plattform anders umgesetzt wird. Kostenbewusste Konsumenten werden mit klaren Preiskategorien angesprochen. Das Shopangebot wird dort konsequent in Geschenke bis 30, 50, 100 und mehr Franken eingeteilt. Eine andere Lösung ist, die Zielgruppe emotional anzusprechen. So gibt es Präsente für Spassvögel, Küchenchefs wie auch Schönerwohner oder Tierfreunde, um nur einige zu nennen. Besonders interessant ist die Kategorie „Für schwierige Fälle“ bei geschenkomat.ch. Es darf davon ausgegangen werden, dass das eine oder andere Geschenk aus dieser Rubrik in den Top Ten der unbrauchbarsten Geschenke landen wird, eine Rangliste, die von geschenkidee.ch regelmässig erhoben wird. Sachliche Kategorien, wie man sie aus anderen E-Shops kennt, führen den potentiellen Käufer in der Regel am schnellsten zum Ziel. geschenkidee.ch bietet zudem einen Geschenkfinder an. Ausgewählt wird Anlass, Empfänger und Preis, wobei dann auch originelle Kombinationen wie „Geburt & Taufe für die Grossmutter“ möglich werden.

Spielzeugkauf fast ausschliesslich online

In den vergangenen Jahren hat sich der Spielwarenhandel fast komplett ins Internet verlagert. Diese Produkte sind hoch standardisiert und eignen sich hervorragend für den E-Commerce, insbesondere wegen der idealen Verpackungsgrössen für die Paketzustellung und wegen des kleinen Zwischenlagers. Spätestens seit selbst die führenden Warenhäuser in den Grossstädten ihre Spielwarenabteilungen aufgegeben haben, Franz Carl Weber zu einem Kinderwarenhaus mit Shop-in-Shop-Konzept mutiert ist und Traditionshäuser wie Pastorini öffentlich über ihren schlechten Geschäftsgang klagen, läuft der Spielzeugverkauf im Web wie geschmiert.

Den Schweizer Markt kann man in folgende drei Gruppen von Online-Spielwarenshops einteilen:

Ableger von Grossversendern oder stationären Händlern

Onlineplattformen wie kidoh.ch (Weltbild) oder jako-o.ch profitieren von ihrem Mutterhaus oder dem angestammten Versandgeschäft. toysrus.ch beliefert den Schweizer Markt direkt aus Deutschland.

Nischenanbieter

Bei Spezialisten wie carrerashop.ch, eisenbahn-shop.ch, brettspiel.ch oder kugelbahnshop.ch ist der Name Programm und ein spezialisiertes Sortiment Pflicht. Dieser Fachhandel ist beinahe chancenlos.

Online-Spielzeugladen

Es existieren ein gutes Dutzend Spielwarenanbieter mit einem umfassenden Markenartikelsortiment. Betrieben werden diese meistens von Kleinstunternehmen. Vertreter dieser Kategorie sind toysland.ch, kinder-online-shop.ch, spielzeug24.ch oder online-kinderwelt.ch. .

Vor allem die letzte Kategorie bringt Schwung in die Branche. Die agilen Kleinunternehmen reagieren schnell auf neue Trends. Ihr Businesskonzept gründet einerseits auf einer schlanken Organisation und andererseits auf dem Fakt, dass kaum Kapital in Lagerartikeln gebunden ist. Einzig vor Weihnachten werden Bestseller vorrätig an Lager genommen, um die Lieferbarkeit zu gewährleisten. So beispielsweise auch bei toysland.ch, wo alle bekannten Spielzeugmarken innert ein bis drei Tagen beim Besteller eintreffen. Die Markenartikel werden direkt bei den Importeuren abgerufen. Diese liefern auch häufig direkt im Namen der Onlineshops aus, was allgemein als “Streckengeschäft” bezeichnet wird. Es macht den Eindruck, dass die Importeure Onlineshops als effiziente Distributionskanäle erkannt haben.

Bearbeitung des Schweizer Marktes direkt aus Deutschland bei toysrus.ch.

Gutscheine

Gutscheine sind je länger je mehr auch im E-Commerce beliebt, sei es als Last-minute-Geschenk, aus Verlegenheit oder Bequemlichkeit des Käufers. Auch die Vorteile für den Anbieter liegen auf der Hand: einfacher Versand, Zahlung erfolgt vor Artikelauslieferung, Umsatz bleibt im Haus und die Nichteinlösungsquote beträgt ungefähr 5%. Das direkte Ausdrucken des Gutscheins am Computer oder die Aufbereitung als PDF hat sich mittlerweile durchgesetzt. Damit ist der Erwerb eines Gutscheins auch in letzter Minute problemlos möglich, und er ist, mindestens auf Geschenkplattformen, als ansprechende Geschenkurkunde gestaltet. Hingegen gibt es auch Onlineshops – kürzlich gesehen bei zwei Multimediaversendern -, die den Gutschein lediglich in Form eines alphanumerischen Codes per E-Mail zustellen. Hier muss der Gutschein für die Geschenkübergabe noch selber gestaltet werden.

Gutscheine als Last-minute-Präsent. Jeder Artikel kann auch in Gutscheinform gekauft werden.

Originelles und Fotoartikel

Schenken ist etwas Persönliches, bei dem sich der Schenker auch profilieren will. Eine kurze Umfrage bei führenden Geschenkplattformen hat ergeben, dass vor allem ausgefallene und originelle Geschenke im Trend liegen. Ebenfalls beliebt sind personalisierbare Geschenke. Die Palette reicht von persönlichen Gravuren über Jahrgangsweine und –zeitungen bis hin zu Artikeln mit integrierten eigenen Fotosujets. Erst möglich und auch erschwinglich sind diese zum sog. Mass-Customizing gehörenden Konfigurations- und Personalisierungsanwendungen durch hohe IT-Unterstützung. Die direkte Anbindung von Lieferanten und Produzenten machen dieses Segment attraktiv, und die Preise für solche „Massen-Einzelanfertigungen“ beinhalten nach wie vor solide Margen. In diesem Zusammenhang dürfen auch Fotolabors nicht unerwähnt bleiben. Deren Geschäft hat sich durch die Digitalisierung der Fotografie komplett verändert. Wurden der Belegschaft früher Sonderschichten in den Sommermonaten verordnet, erfolgt der Hauptansturm heute vor Weihnachten. Die Haupteinnahmequelle von Fotolabors ist nicht mehr das Entwickeln von Fotos, sie haben sich auf die lukrative Geschenkwelt ausgerichtet. Fotobücher, -tassen, -T-Shirts, -mausmatten, -kalender oder Poster sichern heute den Labors den Umsatz.

Sinnvoll schenken und spenden zum Fest der Liebe

Auch wer auf sinnvolle und nachhaltige Geschenke setzt, muss nicht auf den Onlineeinkauf verzichten. faircustomer.ch ist der Schweizer Internetmarktplatz für Schönes, Individuelles und Kreatives aus fairem Handel, aus gemeinnützigen Werkstätten und von Schweizer Firmen, die besonders nachhaltig produzieren. International hat sich etsy.com oder das deutsche Pendant dawanda.com im Onlinehandel mit selbstgemachten Produkten etabliert. Für Hilfswerke ist das Internet ein immer wichtigerer Kanal für das Fundraising, v.a. in der Vorweihnachtszeit. Wer sich dem Geschenkezwang entzieht und lieber nachhaltige Projekte unterstützen oder nützliche Produkte spenden will, wird auf hilfe-schenken.ch fündig. Die Initiative des HEKS präsentiert 40 sinnvolle Geschenkideen mit grosser Wirkung. Wer es ganz konkret mag, dem sei betterplace.org empfohlen. Die Plattform vermittelt in bester Web 2.0-Manier Helfende an Menschen, die Hilfe benötigen. Nicht nur Geld, sondern auch Sachleistungen und andere Art von Hilfe sind willkommen. Über den Projektverlauf berichten die Beteiligten interaktiv über die Webplattform.

Online Hilfe schenken, die ankommt – eine Initiative von HEKS

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    17 Wenn auch das Christkind die Geschenke online bestellt - onlinebuch - E-Commerce konkret

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